Spiroergometrie vs. Laktatanalyse

Wer sein Training professioneller gestalten möchte, steht früher oder später vor der Frage wie er/sie die zu sich selbst passende Trainingsstrategie und Trainingsdosierung findet. Dafür stehen zwei verschiedene Methoden zur Verfügung, die hier näher vorgestellt und gegenüber gestellt werden sollen: Spiroergometrie und Laktatanalytik.

Wenn man körperliche Voraussetzungen für Sport und Bewegung unter die Lupe nehmen möchte, um zum Beispiel herauszufinden, warum es im Training keine Fortschritte mehr gibt, wie man am besten mit Sport anfängt oder einfach um mehr über den Körper zu erfahren, schaut man früher oder später nach Analysen. In diesem Zusammenhang hast du bestimmt schon von Stoffwechselanalysen gehört. Mit so einer Analyse sollst du mehr über die Gesundheit erfahren und u.a. das Training optimal auf den Körper anpassen können.

Doch taugt die Analyse etwas? Welche Arten von Analysen gibt es und was sind die Unterschiede zwischen den Verfahren? Diese Themen behandeln wir unter anderem in diesem Blogbeitrag.

Spiroergometrie vs. Laktatanalyse

Wer sein Training besser auf sich abstimmen möchte, steht früher oder später vor der Frage wie man die passende Trainingsstrategie und Trainingsdosierung findet. Dafür stehen zwei verschiedene Methoden zur Verfügung, die hier näher vorgestellt und gegenübergestellt werden sollen: Spiroergometrie und Laktatanalytik.

Doch zuerst – welche Ergebnisse sollen die beiden Analyseverfahren überhaupt erbringen?

Im Fokus beider Analyseformen steht neben der Ermittlung anderer wichtiger Parameter für das Training die Analyse der persönlich passenden Puls- und Belastungsbereiche. Dabei wird entsprechend dem derzeitigen Fittnesslevel die individuelle anaerobe Schwelle ermittelt. Diese Schwelle stellt genau die Belastungsintensität dar, bei der unser Körper vom Fett- auf den Kohlenhydratstoffwechsel übergeht. Bei zunehmender Belastung fällt unser Körper immer mehr in ein Sauerstoffdefizit, wodurch er nach und nach in einen übersäuerten Zustand gerät. Dies ist von Zeit zu Zeit auch kein Problem, weil damit auch Anpassungen einhergehen. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Trainingseinheiten mit ruhigerem Charakter und herausfordernden Sessions. Diese Relation unterscheidet sich natürlich je nachdem welches Ziel die Person hat.

Und nun zur wichtigsten Frage überhaupt: Aber ist das auch was für Normalos oder nur für richtig gute Sportler geeignet?

Die grundsätzliche Antwort lautet: jeder Mensch ist unterschiedlich und jeder Mensch braucht eine andere Dosierung für Bewegung und Sport. Je nachdem in welcher aktuellen Situation man sich befindet. Diese Dosierung nehmen Stoffwechselanalysen vor, damit es egal bei welchem Ziel (Abnehmen, fit&gesund, Bodyforming etc.) weder zu einer Unter- bzw. zu einer Überforderung unseres Systems kommt. Dies ist nämlich der Hauptgrund warum Menschen Bewegung und Sport nicht als ihren Lebensbegleiter integrieren können. Sie wissen nicht, dass in den meisten Fällen weniger mehr ist und man dazu neigt zu oft und zu intensiv oder gar nicht zu trainieren.

1. Laktatanalyse

Beim Laktattest läuft man in den meisten Fällen anfangs langsam mit stetig ansteigender Geschwindigkeit. Anschließend wird Blut – meistens am Ohr – entnommen, um den Laktatwert zu ermitteln. Das Verfahren funktioniert folgendermaßen: bei Steigerung der Intensität wird mehr Laktat gebildet als in der gleichen Zeit abgebaut werden kann – diesen Laktatanstieg kann man im Blut messen. Die Abnahme von Kapillarblut sollte von gut ausgebildeten Fachkräften erfolgen und wird im Laufe des Anstiegs der körperlichen Belastung immer schwieriger. Grund dafür ist, dass der Körper das Blut zentralisiert und aus den Extremitäten abzieht. Die Auswertung der Laktatwerte findet heutzutage meist vor Ort statt. Die Übersetzung der erhaltenen Werte ist bei der Laktatanalytik an sportmedizinisches und sportwissenschaftliches Personal gebunden, da unterschiedlichste Modelle auf dem Markt zum Einsatz kommen, um die individuellen Trainingsbereiche sowie die anaerobe Schwelle zu berechnen. Dies sorgt immer wieder für kontroverse Diskussionen. 

2. Spiroergometrie

Eine Spiroergometrie kann auf dem Laufband oder Fahrradergometer durchgeführt werden. Hier wird mit einer Maske über Nase und Mund die Atemarbeit und der Gasaustausch gemessen. Bei diesem Verfahren wird die Atemluft im Verlauf eines Stufentests mit steigender Belastung analysiert. Dabei ist vor allem der Anteil an Kohlendioxid – CO2 – in der Ausatemluft für die Bestimmung des respiratory compensation point relevant. Ab diesem Punkt ist ein deutlicher Anstieg der Kohlendioxidkonzentration bemerkbar. Durch die zunehmende anaerobe Energiebereitstellung wird das Blut aufgrund des Laktats übersäuert, was zu einer verstärkten Abatmung von Kohlendioxid führt. Der respiratorische Kompensationspunkt ist also vergleichbar mit der anaeroben Schwelle. Durch die Bestimmung vieler Parameter aus der Atemluft können mehr Kompensationsmechanismen und Einflussgrößen des Körpers berücksichtigt werden und der erhaltene Wert gibt eine realistische Aussage über die körperlichen Voraussetzungen wieder. Als weiterer Vorteil entfällt die Blutentnahme, die für die Laktatbestimmung erforderlich ist und die Spiroergometrie Auswertung erfolgt direkt im Rahmen des Tests.

Das Interesse den Stoffwechsel eines Menschen in Ruhe und während Belastung zu untersuchen hat sich in den letzten Jahren aufgrund des technischen Fortschrittes und auch wegen dem Ruf nach mehr Individualität im Training und der Ernährung immer weiter in den Breiten- und Hobbysport, bis hin zum Einsatz in der Gesundheitsbranche vorgearbeitet.

 

Conclusion

Mittlerweile wird die Laktatdiagnostik im Lager der Sportwissenschaft und Sportmedizin kontrovers diskutiert, da sich im Laufe der Jahre viele unterschiedliche Ansätze (Schwellenwertmodelle) der Auswertung entwickelt haben, was die Objektivität der sich daraus ergebenden Puls- und Belastungsbereiche in Zweifel geraten lässt.

Zudem ist die Abnahme von Kapillarblut während körperlicher Belastung in hoher Qualität nicht einfach und an eine hohe Expertise des Fachpersonals gebunden. Ganz anders als bei der Atemgasanalyse: durch simples Aufsetzen der Maske und den Probanden standardisiert zu belasten, kommen wir direkt ans Ziel wichtige Informationen zu bekommen.

Wie oben schon kurz erwähnt, bekommt man über die Laktatbestimmung einen sehr guten Einblick in den muskulären Stoffwechsel. Durch die Atemgasanalyse ist die Information aber „systemischer“, da die Atmung und vor allem die Verläufe der Atemgase einen ganzheitlichen Einblick in unseren Energiestoffwechsel gibt.

Für unsere Analysen haben wir zusammen mit der Entwicklungsabteilung der Universität Leipzig ein unabhängiges Auswertungssystem entwickelt. Ziel ist es hier in der praktischen Ergebnisinterpretation von Atemgasanalysen eine Unabhängigkeit vom Auswerter herzustellen, damit die Objektivität und Reliabilität sowohl bei der ersten Untersuchung und auch bei Wiederholungsanalysen also im Vorher-Nachher Vergleich gegeben ist.

Ein weiterer großer Vorteil einer Spiroergometrie ist die Einfachheit in der Anwendung. Hier fällt der Vergleich zur aufwendigen und von Fachpersonal abhängigem Laktatanalyse eindeutig in Richtung Atemgasanalyse aus, da man hier nach der vollautomatisierten Kalibration eigentlich nur darauf achten muss, dass die Maske dicht am Gesicht aufsitzt.

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